Geschwindigkeitsverstöße
Messverfahren und Angriffspunkte
Sie wurden geblitzt und haben einen Bußgeldbescheid wegen zu hoher Geschwindigkeit erhalten?
Je nach Überschreitung drohen Bußgelder von 30 € bis über 800 €, Punkte in Flensburg (ab ca. 21 km/h) und empfindliche Fahrverbote (innerorts ab 21–31 km/h, außerorts ab 26–41 km/h und mehr). Besonders hart trifft es Wiederholungstäter oder bei hohen Überschreitungen.
Geschwindigkeitsmessungen erfolgen mit unterschiedlichen Techniken: Radar (z. B. stationäre Anlagen oder mobile Geräte), Laser (LIDAR, oft Hand- oder Brückenmessgeräte), Induktionsschleifen (PoliScan-Systeme von Vitronic), Video- oder Sektionenkontrolle (z. B. TraffiStar, Provida). Moderne Anlagen wie PoliScan Speed/FM1 nutzen Laser-Scan-Technik über eine Messstrecke.
Trotz hoher Präzision sind Messfehler nicht ausgeschlossen: Falsche Aufstellung (z. B. zu geringer Abstand, Neigung, Reflektionen), fehlende oder ungültige Eichung, Bedienfehler durch das Messpersonal, unvollständige Messprotokolle, Störungen durch Witterung/Verkehr, falsche Zuordnung des Fahrzeugs, Softwarefehler oder Verletzung der Vorgaben der Bedienungsanleitung durch das Messpersonal. Der gesetzliche Toleranzabzug (3 km/h unter 100 km/h bzw. 3 % darüber) gleicht nur kleinere Ungenauigkeiten aus.
Wir analysieren Ihren Bußgeldbescheid, die Messunterlagen, Eichscheine, Fotos, Messprotokolle und ggf. Gutachten systematisch. In zahlreichen Fällen gelingt es, das Verfahren einzustellen, Punkte zu vermeiden, das Fahrverbot abzuwenden oder die Sanktionen deutlich zu mildern – oft durch formelle, technische oder beweisrechtliche Mängel.
Handeln Sie sofort – die Einspruchsfrist beträgt nur zwei Wochen!